Du kannst keine Fremdsprache lernen, ohne Vokabeln zu lernen. Doch sicher kennst du das folgende Problem, wenn du eine neue Sprache lernen möchtest: Kaum hast du eine Liste mit neuen Vokabel gepaukt, ist sie schon wieder vergessen. Egal wie oft du paukst und wiederholst, am nächsten Tag sind die Wörter einfach nicht mehr in deinem Kopf! Das macht klarerweise keinen Spaß und zerstört jede Motivation.

Das Hauptproblem ist, dass die meisten von uns nie gelernt haben, Vokabeln richtig zu lernen. Deshalb greifen wir zur Holzhackermethode: Wir versuchen sie mit Gewalt in unser Gehirn zu pressen, nehmen uns zu viele Vokabeln auf einmal vor, wiederholen sie zu selten und sind oft beim Lernen nicht aufmerksam, weil nebenbei der Fernseher oder Youtube läuft.

Die meisten von uns haben als Kind und Jugendlicher eine oder mehr Fremdsprachen in der Schule gelernt. Doch wie viel von dieser Sprache ist wirklich hängengeblieben? Und falls sie doch im Kopf hängengeblieben ist, war dafür nicht eher eine Sprachreise oder Bekanntschaft mit einem Muttersprachler als Schule und Lehrer verantwortlich?

9 Tipps und Tricks um 1000+ Vokabeln in kurzer Zeit erfolgreich zu lernen

Egal um welche Sprache es sich handelt: Englisch, Russisch, Französisch, Arabisch oder Latein, fast niemand lernt die Vokabeln der jeweiligen Sprache effizient.

Dabei kennt die Menschheit inzwischen schon viele Methoden und Strategien, mit denen du deinen Lernerfolg beim Vokabelpauken drastisch steigern kannst. Dazu zählen Mnemotechniken wie die Schlüsselwortmethode, aber auch noch einige weitere Dinge, die du tun kannst, um dich an Wörter einer Fremdsprache besser zu erinnern. Auch wenn du im Moment nicht weißt, wie du das Vokabeln pauken leichter gestalten kannst, erinnere dich immer daran: Noch ist kein Meister vom Himmel gefallen. Denn Lernen will gelernt sein!

In diesem Beitrag nehmen wir dich deswegen an der Hand und  zeigen dir, wie du das Vokabellernen erfolgreicher und einfacher gestalten kannst.

1) Vokabeln lernen mit Mnemotechnik: Verwende die Schlüsselwortmethode

Die Schlüsselwortmethode funktioniert sehr einfach (im Grunde ist sie eine klassische Eselsbrücke). Du erstellst ein Schlüsselwort, mit dem du das neue Wort (Vokabel) hervorrufen kannst.

Das Schlüsselwort ist dabei das jeweilige Wort deiner Muttersprache. Dieses musst du nun mit dem Vokabel der Fremdsprache, die du lernst, verknüpfen.

Hier sind einige Beispiele für die Schlüsselwortmethode:

Lohn – Salary (Englisch): Als Lohn bekommst du einen Sellerie

Kuh – Vache (Französisch): Wasche die Kuh

Welt – El mundo (Spanisch): Du formst mit dem Mund ein O, plötzlich spukst du eine Weltkugel aus

Wie bei allen Mnemotechniken gilt: Je absurder und blöder die Bilder sind, desto leichter wirst du sie dir merken. Zudem bleiben sexuelle und gewalttätige Bilder besser im Gedächtnis  haften. Wie so oft gilt: Im Endeffekt musst du selbst versuchen, die am besten für dich passenden Bilder zu verwenden.

Die Effektivität der Schlüsselwortmethode wurde übrigens auch wissenschaftlich überprüft:

Die Schlüsselwortmethode wurde in mehreren Studien geprüft. Die beiden Forscher Atkinson und Raugh (1975) ließen amerikanische Studenten drei Tage lang je 40 russische Vokabeln lernen. Am vierten Tag wurden alle 120 Vokabeln wieder abgefragt. Die Gruppe, welche nach der Schlüsselwort- bzw. Ersatzwortmethode gelernt hatte, erinnerte sich an 72 % der Vokabeln gegenüber 46 % in der Kontrollgruppe. Auch bei einem unangekündigten Test nach 43 Tagen lagen die Gedächtnisleistungen mit 43 % signifikant höher als bei der Kontrollgruppe mit 28 %. Bei ähnlichen Untersuchungen mit spanischen Wörtern kamen Atkinson und Raugh (1975) zu noch deutlicheren Unterschieden (88 % in der Schlüsselwortgruppe gegenüber 28 % in der Kontrollgruppe). Mehr dazu hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Schl%C3%BCsselwortmethode 

2) Lerne die richtigen Vokabeln [1000 wichtigsten Wörter, Wortlisten]

Wenn 10.000 Vokabeln in irgendeiner Sprache kennst, hast du ungefähr das Verständnisniveau eines Muttersprachlers erreicht. Das bedeutet jedoch nicht, dass du sofort 10.000 Vokabeln lernen musst, denn schon mit 1.000 Vokabeln bist du in der Lage, einfache Gespräche zu führen und circa 75% aller Texte zu verstehen.

Wenn du 2.000 Vokabeln verstehst, wirst du schon ein Textverständnis von 80 bis 85% zu haben. Und mit 10.000 Vokabeln wird dein Textverständnis im Alltag knapp bei 100% liegen.

Verstehe aber, dass Sprachbeherrschung immer auch domainabhängig ist!

Kennst du alle deutschen Vokabeln, die ein Chirurg beherrschen muss, ein Pilot, ein Feuerwehrmann? Vermutlich nicht, außer du bist in all diesen drei Professionen tätig. Es ist wohl nie möglich, alle Wörter einer Sprache aktiv zu sprechen. Immerhin gibt es allein in der deutschen Sprache mehr als 5 Millionen Wörter (Quelle), aber wie du dir denken kannst, ist es ziemlich sinnlos exotische Wörter wie Kotzbrockenauffangbecken zu lernen.

Wie schon gesagt: Für normalen Gespräche reichen 10.000 Wörter aus. Zusätzlich kennen die meisten Menschen noch domainspezifische Wörter, abhängig von ihrem Beruf, ihrer Schicht und ihren Interessen. Je nach Background eignest du dir andere domainspezifische Wörter an.

Womöglich hast du schon gemerkt, dass es beim Vokabellernen einen Sättigungseffekt gibt: Die ersten 1.000 Wörter bringen dich von 0 auf 75%, die nächsten 1.000 verbessern dein Textverständnis jedoch nur noch um 10%. Das liegt daran, dass manche Wörter öfters verwendet werden als andere und selbstverständlich solltest du beim Vokabellernen mit den häufigsten Wörtern einer Sprache anfangen.

Je besser du in einer Sprache wirst, desto exotischer werden die Vokabeln, und desto seltener werden sie in Texten und Gesprächen verwendet. So wird dir das englische Wort “Dog” für “Hund” sehr häufig unterkommen, während das Adjektiv “perfidious” für “hinterlistig”  selbst vielen geübten Sprecher nicht bekannt ist.

Versuche aus diesem Grund möglichst schnell die 1.000 wichtigsten Wörter zu lernen. Wenn du damit Erfolg hattest, bist du in der Lage selbstständig Texte zu lesen, Filme mit Untertiteln anzuschauen und einfache Gespräche zu führen. Danach lerne einfach die Wörter, die dir beim Lernen der Sprache begegnen, sowie Wörter die für deinen Beruf oder für deine Hobbys wichtig sind.

Übrigens: Auf unserem Mnemoblog werden wir dir bald eine Sprachliste mit den 1000 wichtigsten Wörtern anbieten.

3) Gruppiere Vokabeln nicht in Wortgruppen

In der Schule und in vielen Sprachschulen wird dieser Fehler leider häufig gemacht: Vokabeln werden nach Themen geordnet und so werden an einem Tag alle Farben, am nächsten Tag die Kleidungsstücke und an einem anderen Tag die Früchte durchgenommen.

Ein großes Problem dieser Vorgehensweise ist, dass die mentalen Bilder, die wir uns zu neuen Vokabeln machen, sehr ähnlich ausschauen.

T-Shirt oder Hemd. Birne oder Apfel. Wenn wir lange Wortgruppen von sehr ähnlichen Dingen lernen, besteht die Gefahr, dass unser Gehirn die Sachen vermischt.

Deshalb ist es besser, vollkommen unterschiedliche Vokabeln über normale Alltags-Geschichten zu lernen:

Eine Frau zieht ein gelbes Kleid an und geht in den Supermarkt, um grüne Äpfel zu kaufen.

In diesem Satz finden wir Substantive: Frau, Kleid, Supermarkt, Apfel. Farben: Gelb, Grün. Verben: anziehen, gehen, kaufen. Dadurch dass es sich um eine kleine Geschichte handelt, bringen wir die Vokabel in einen Kontext, der sehr anschaulich ist und sich leicht merken lässt. Viel schwieriger wäre es, würde sich die Geschichte nur um die Fruchtabteilung des Supermarkts oder um den Kleiderschrank der Frau drehen.

4) Visualisiere! [Lerne Vokabeln mit Google Images]

Visualisierung ist das um und auf beim Sprachenlernen. Was viele nicht wissen, dank Google Image verfügen wir heute über das leistungsstärkste Visualisierungstool in der Geschichte der Menschheit. Wie das Tool funktioniert, weißt du sicher: Gib auf Google irgendeinen beliebigen Suchbegriff wie “fröhliche Kinder mit Dinosaurier” ein und schon wenige Sekunde später, wirst du Millionen passende Bildvorschläge bekommen.

Wenn ich als Beispiel das spanische Wort “amargo” für bitter hernehme, zeigt mir Google eine große Auswahl an Bildern von bitteren Lebensmittel, die ich alle für die Visualisierung hernehmen könnte.

Google Image ist das größte visuelle Wörterbuch

Schlage ein neues Vokabel nicht im Wörterbuch nach, sondern suche sie online, am besten auf Google Image. So muss dein Gehirn raten, was das Wort bedeutet (was meistens aufgrund der aussagekräftigen Bilder sehr leicht ist), und baut dadurch gleich stärkere neuronale Verbindungen auf als, wenn du nur die Übersetzung im Wörterbuch nachgeschlagen hättest.

Finde subtile Bedeutungsunterschiede mit Google Image

Google Images ist ein hervorragendes Werkzeug, um subtile Unterschiede zwischen deiner Muttersprache und der Fremdsprache aufzuzeigen.

Gabriel Wyner zeigt das in seinem Buch Fluent Forever sehr eindrucksvoll mit dem Russischen Wort “devushka” auf: “Devushka” würde ein Wörterbuch auf englisch als Girl oder auf deutsch als Mädchen übersetzen. Gibt man jedoch “devushka” in die Google Bildersuche ein, tauchen Millionen Bilder von leicht bekleideten, jungen Frauen im Bikini auf.

Vokabeln anderer Sprachen, sind nicht nur einfach Übersetzungen. Es handelt sich um Wörter, die sich über Jahrhunderte (manchmal Jahrtausende) in einer anderen Kultur entwickelt haben und daher oft auf sehr subtile Art und Weise etwas anderes meinen als die Wörter deiner Muttersprache.

5) Lerne Vokabeln in ganzen Sätzen

Sobald du in deiner Zielsprache ein Basic- Niveau erreicht hast, versuche, aus neuen Vokabeln gleich Sätze zu bilden. Auch hier hilft die Google Bildersuche, da viele der Bilder passende kurze Sätze als Überschrift haben.

Für das spanische Wort “amargo” (bitter) sehen wir zum Beispiel den Satz “La genética determina el gusto por el sabor amargo del café” (Deine Genetik bestimmt, ob dir bitterer Kaffee schmeckt).

Wenn du einen Satz in einer Fremdsprache bildest und nicht sicher bist, ob er korrekt ist (was am Anfang immer der Fall ist), kannst du Muttersprachler fragen, ob deine Satzkonstruktion korrekt ist.

Ich empfehle dazu die Webseite hinative.com. Hier kannst du selbst anderen Leuten helfen und Sätze in deiner Muttersprache verbessern. Im Gegenzug korrigieren andere User der Plattform, die von dir in einer Fremdsprache geschriebenen Sätze.

6) Wiederhole im richtigen Rhythmus

Repetitio est mater studiorum.

Je seltener du neu gelernte Sachen wiederholst, desto schneller wirst du sie wieder vergessen. In der Regel reicht es nicht aus, sich Dinge einmal anzusehen, damit sie langfristig im Kopf bleiben. Fast alle Informationen, die du neu lernst, müssen regelmäßig wiederholt werden. Nur wenn eine starke emotionale Verbindung zum Lernstoff besteht, behältst du Dinge manchmal schon beim ersten Mal für alle Ewigkeit.

Wichtig ist, dass du deine Erinnerung auffrischt, bevor du die Sachen wieder vergisst. Das Wiederholen des Lernstoffs in den richtigen Zeitabständen ist sehr wichtig, um deine Lernzeit möglichst effizient zu nutzen. Dadurch kannst du dir mit weniger Lernaufwand mehr Inhalte merken. Es kann jedoch schwierig sein, den idealen Zeitpunkt für eine Wiederholung zu finden, weil manche Dinge schneller verblasen als andere.

Der optimale Wiederholungsrhythmus

Welche Wiederholungabstände sind nun optimal? Hierbei handelt sich definitiv um eine Thematik, die wissenschaftlich noch genauer untersucht werden sollte. Die genauesten Angaben, die ich finden konnte, stammen von Dr. Piotr Wozniak, der seit den 90er Jahren eine Lernsoftware betreibt, die auf das Prinzip der optimale Wiederholunsgintervalle beruht.

Wozniak meint, dass die Wiederholungsintervalle so lang wie möglich sein sollten, damit du mit den minimalen Wiederholungen den größten Lerneffekt erreichst. Gleichzeitig sollen sie kurz genug sein, damit du dich an den Lernstoff noch erinnern kannst.

Generell empfiehlt er folgende Intervalle

  • Erste Wiederholung : 1 Tag
  • Zweite Wiederholung: 7 Tage
  • Dritte Wiederholung: 16 Tage
  • Vierte Wiederholung: 35 Tage

Wobei die Wiederholungsintervalle auch davon abhängen, wie viele Informationen du dir merken kannst. Je besser du dich erinnerst, desto seltener musst du wiederholen. Je mehr Informationen du vergisst, desto kürzer sollten die Wiederholungsintervalle gewählt werden. Passe daher die Intervalle an deine Fähigkeiten an.

7) Lerne mit allen Sinnen

Eine Erinnerung ist eine komplexere Sache als es dieses kurze Wort erscheinen lässt. Denn in unserem Gehirn sind Erinnerungen Kombinationen aus den verschiedensten Sinneseindrücken: Gerüche, Geräusche, Emotionen usw. Hinzu ommt, dass Erinnerungen  nicht an einer Stelle im Gehirn abgelegt, sondern vielmehr über das gesamte Neuronennetz verstreut sind. Wenn nun eine einzige Neurone aktiviert wird, kann sie das gesamte Erinnerungsnetz aktivieren.  Deshalb können bestimmte Gerüche, Geräusche oder andere Eindrücke so oft alte Erinnerungen hervorrufen.

Aus diesem Grund empfehle ich dir, Vokabeln (und jeden anderen Lernstoff) mit allen Sinnen zu lernen: Lies dir Vokabeln nicht nur durch, höre auch, wie sie ausgesprochen werden. Dazu kannst du Webseiten wie forvo.com heranziehen.

Forvo ist genial: Auf der Webseite können Muttersprachler Wörter ihrer Sprache einsprechen und so findest du hier inzwischen mehrere Millionen gesprochene Wörter aus hunderten Sprachen.

Deine Sinne werden außerdem angesprochen, wenn du Wörter gleich mit einem Bild verbindest, wie wir schon im Punkt 4 gesehen haben. Je lebhafter das Bild und wie relevanter es für dein Leben ist, desto besser wird es haften bleiben.

Lernen mit allen Sinnen ist auch der Grund, warum ich dir empfehle, zum Sprachenlernen eine Sprachreise zu unternehmen: Du wirst neue Vokabeln mit Gerüchen, Emotionen und Bildern verbinden, die du in deinem Leben nur noch schwerlich vergessen wirst.

8) Nutze die Vokabeln im Alltag

Sprachreisen geben dir auch die Möglichkeit neue Vokabeln in der Praxis anzuwenden. Ein Wort beim Vokaelwiederholen auf dem Sofa hervorzurufen, ist relativ leicht. Viel schwieriger ist es aber, sich im Stress eines Gesprächs an ein Wort zu erinnern und es dann auch noch in einen grammatisch korrekten Satz einzufügen.

Das erste Mal eine neue Sprache wirklich laut in Alltagssituationen zu sprechen, wird dich zum Stottern bringen: Dafür werden die Sätze und Wörter, die du beim Sprechen hervorrufst, sehr gut in deinem Gedächtnis haften bleiben, einfach, weil sie mit Emotionen verknüpft werden. Das Anwenden der Sprache mit Muttersprachlern, ist deshalb ein wichtiger Punkt jeder Lernstrategie. Plane deinen nächsten Urlaub doch einfach in einem Land, wo deine Lernsprache gesprochen wird, und melde dich für ein paar tage Sprachkurs an.

Nicht immer hat man jedoch die Möglichkeit eine Sprachreise zu unternehmen:

Aber es gibt noch viele weitere Möglichkeiten in einer neuen Sprache mit Muttersprachlern zu sprechen: Lernst du eine populäre Lernsprache wie Englisch, Spanisch, Französisch ist, findest du in allen größeren Städten Sprachtreffen wo Muttersprachler mit dir in ihrer Sprache reden, wenn du im Gegenzug eine Zeitlang mit ihnen auf Deutsch sprichst. Suche einfach auf couchsurfing.com oder meetup.com nach Sprachtreffen in deiner Stadt oder Region.

Auch im WWW existieren viele Möglichkeiten, Muttersprachler zu finden: Die bekannteste Webseite ist italki.com, hier findest du Sprachlehrer zu sehr günstigen Preisen.

Das Lesen von Büchern, Magazinen und Blogs oder das Anschauen von Youtube-Videos oder Netflix-Videos in der jeweiligen Femdsprache kann ebenfalls eine große Hilfe beim Lernen sein.

9) Verwende eine Karteikarten-App wie Anki

Lernen mit Karteikarten ist sinnvoll! Zugegeben, das ist kein neuer oder innovativer Lerntipp. Für mich war es jedoch als Schüler und Student immer sehr mühsam, Karteikarten oder Post-its zu erstellen und diese auch noch in meiner Freizeit bei mir zu haben, auch wenn mir meine Lehrer und Eltern oft dazu rieten (Im Endefekt war das einer der wenigen sinnvollen Lerntipps, den ich aus der Schule mitnahm).

Das geht heutzutage mit Karteikarten-Apps wie Anki viel leichter. Anki ist einserseits praktisch, weil es für die verschiedensten Themen schon vorgefertigte Sets zum Herunterladen gibt (wobei ich für einen wirklich erfolgreichen und effektiven Lerneffekt empfehle, dass du deine eigenen Karteikarten erstellst). Andererseits unterstützt Anki das Erlernen von Dingen mit allen Sinnen, weil du die Karten mit Bildern und Audiotönen aufpeppen kannst.

Wenn du Anki-Vokabelkarten erstellst, nimm einfach Bilder von Google Images und lade dir die Töne von Forvo.com runter.

Der größte Vorteil Ankis ist aber, dass du neue Inhalte lernst, während du älte Inhalte wiederholst.

Sobald du eine Frage auf Anki beantwortest, musst du angeben, wie leicht dir die Antwort gefallen ist (Nochmal fragen, Schwer, Gut, Einfach). Je nach Antwort, wird dir die Frage schon nach wenigen Minuten, mehreren Tagen oder erst nach vielen Monaten nochmals gestellt. Anki hilft dir so dabei, die Vokabel im richtigen Rhythmus zu wiederholen.

Freilich kannst du Anki nicht nur für Vokabel sondern für jeglichen Lernstoff verwenden.

Fazit: Vokabellernen ist nicht schwer

Habe ich zu viel versprochen? Vokabellernen ist kinderleicht und kann sogar Spaß machen. Wenn du diese 9 Tipps und Tricks befolgst, wirst du deine Leistung beim Lernen von Fremdwörtern um ein vielfaches steigern können. Ich hoffe, dass ich dir das Fremdsprachen erleichtern konnte. Gerne freue ich mich auch auf deine persönlichen Vokabellern-Tipps in den Kommentaren. Schau dir auch die anderen Beiträge dieser Seite an.

Übrigens! Willst du:

  • Bestnoten schreiben
  • Doppelt so viel lernen in halber Zeit
  • Prüfungen schreiben ohne Prüfungsangst
  • Dir Dinge wirklich (langfristig) merken
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